Aktuelles (25.02.2026):
Der neue Betriebsstandort Hollfeld


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Mit der Realisierung eines weiteren Betriebsstandortes in Hollfeld geht die Juragruppe eine organisatorische Neuausrichtung ihres öffentlich-rechtlichen Wasserversorgungsunternehmens an.

Oberste Maßgabe in den letzten 20 Jahren war es, permanent die Betriebsabläufe zu straffen und effizienter zu gestalten. Die erreichte hohe effiziente Leistungsbereitschaft und der betriebswirtschaftliche Erfolg, sowie die enorme Investitionstätigkeit, mit der Maßgabe, in Bayern aufgrund größter Investitions- und Netzerneuerungsraten höchste Versorgungssicherheit geschaffen zu haben, bestätigen eindrucksvoll die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges.

Doch immer gilt: Stillstand oder Ausruhen auf Erreichtem ist Stillstand.

Deshalb freuen wir uns heute, die fertige Bauplanung für einen neuen Betriebsstandort in Hollfeld vorstellen zu können.

Ursächlich sind hier die Überlegungen, das Versorgungsgebiet der Juragruppe eigentlich durch die räumlichen Entfernungen und Gegebenheiten in zwei Versorgungsbereiche in der technischen Aufgabenstellung zu untergliedern.

Da sich der Bereich Hollfeld ca. 45 km von der Zentrale Pegnitz entfernt befindet und in den letzten Jahren gerade im Bereich Hollfeld und im angrenzenden Bamberger Bereich eine volumengroße Erweiterung des Verbandsgebietes erfolgte, wollen wir nun diesen Schritt eines weiteren Betriebsstandortes 2026 angehen.

Es gilt hier anzuführen. die Aufnahme der Gemeinde Königsfeld in das Versorgungsgebiet, weiter die Übernahme der Zweckverbände Drosendorf – Voitmannsdorf zum 01.01.2017, der Stechendorfgruppe zum 01.01.2023, der Treunitz-Wiesentfelsgruppe zum 01.01.2025 und der Poxdorfer-Gruppe aktuell zum 01.01.2026.

Zusätzlich wurden Verbindungsleitungen zur Sanspareil-Gruppe und nach Steinfeld gebaut, die wir im Rahmen von Wasserlieferungsverträgen mit Trinkwasser beliefern.

Weiter stehen Gespräche mit dem Markt Heiligenstadt über deren zukünftige Versorgungsstrukturen an.

Bedingt dadurch, hat der technische Betreuungsaufwand, die Sanierungs- und Erneuerungsüberlegungen im westlichen Teil unseres Versorgungsgebietes „Hollfelder und Bamberger Raum“ permanent zugenommen. Anzuführen sind hier Mehraufwendungen für Arbeitszeit, für Verschleiß von Fahrzeugen sowie technischen Geräten und der damit verbundene Kraftstoffverbrauch.

Da man deshalb noch häufiger vor Ort in diesem Bereich sein wird, mussten betriebswirtschaftliche Überlegungen im Ergebnis dazu führen, dass in der Region Hollfeld ein technischer Betriebssitz mit ausreichendem Materiallager notwendig ist.

Bei kürzlich erfolgten Neueinstellungen konnten wir bereits deshalb Bewerber aus Hollfeld für uns gewinnen.

Nachdem wir mit der Unterstützung der Stadt Hollfeld zwei ideale Grundstücke in für uns zentraler Lage, in der Verkehrsgabelung zweier Staatsstraßen, erwerben konnten, steht nun der baulichen Umsetzung nichts mehr im Wege.

Wir möchten hier unseren Dank in besonderer Weise der Stadt Hollfeld aussprechen, die uns hier 6.705 m² und einer weiteren Grundstücksbesitzerin, die uns 2.288 m² zu vertretbaren Preisen verkauft hat.

Dadurch lässt sich für den neuen Betriebsstandort ein hervorragendes Zu- und Abfahrtskonzept realisieren.

Im neuen Gebäude wird auch in einem Teilbereich des Obergeschosses ein Büro- und Verwaltungskomplex mit Sozialräumen geschaffen. Die hier vorgesehene Nutzfläche beträgt 173,82 m².

Die Beheizung des neuen Betriebsgebäudes soll mittels Wärmepumpen und Photovoltaik erfolgen. Der Einbau einer Netzersatzanlage ist ebenfalls vorgesehen, um die kritische Risikoinfrastruktur „Wasserversorgung“ in Krisenfällen resilient unterbrechungsfrei weiterbetreiben zu können.

Weiter wurde bei den Planungsüberlegungen eine Tankstelle für Kraftstoffe mit 10.000 Liter Fassungsvermögen und ein modernes Rohrlager für Rohrlängen mit 12 Metern vorgesehen.

In der Halle soll ein Wechselladerfahrzeug untergestellt werden. Mit dem Umstieg auf ein Wechselladersystem verfolgen wir weitere Kosteneinsparungen und Synergien. Da wir unseren volumengroßen Materialbedarf für den Leitungsbau selbst und getrennt von Tiefbauleistungen auf der Grundlage des Vergaberechtes beschaffen, bedarf es im Nachgang einer der Baustelle zuordnenden Kommissionierung. Um eine wesentlich größere Effizienz bei der Belieferung unserer Baustellen erreichen zu können, werden dann mit dem Wechselladerfahrzeug und Containern, die jeweiligen Baustellen beliefert.

Die technischen Daten des neuen Gebäudes:

Das Gebäude besitzt die Außenmaße von 46 m x 25 m = 1.150 m² Grundfläche.

Die Höhen an Trauf und First sind bei 6,35 m bzw. 8,42 m.

Daraus ergibt sich ein umbautes Volumen von ca. 8500 m³.

Für die Be- und Entladung dienen 8 Garagentore, die gegenüberliegend angeordnet sind, um das Durchfahren mit den entsprechenden Fahrzeugen zu gewährleisten.

Die Außenhülle als auch das Dach werden mit einer gedämmten Sandwichbauweise hergestellt.

Es ist angedacht, das Gebäude mit Luftwärmepumpen zu heizen. Es soll aus energetischen Gründen auf der Südseite eine PV-Anlage mit ca. 422 m² installiert werden.

Quelle: Nordbayerischer Kurier vom 14./15.2.2026, Foto: Stefan Brand